Prädiabetes
Was ist Prädiabetes?
Prädiabetes ist eine Vorstufe von Typ‑2‑Diabetes, bei der die Blutzuckerwerte erhöht sind. Hält dieser Zustand über längere Zeit an, können gesundheitliche Schäden entstehen. Eine Prädiabetes‑Diagnose bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sich ein Typ‑2‑Diabetes entwickelt. Mit gesunder Ernährung und vor allem Gewichtsreduktion — insbesondere am Bauch — lässt sich in diesem Stadium das Fortschreiten zu Diabetes wirkungsvoll verhindern
Wie hoch ist das Risiko?
In Deutschland leben ca. 20 % der Erwachsenen mit Prä-Diabetes. Zu den Risikogruppen gehören Menschen mit Übergewicht, kardiovaskulären Erkrankungen, viel Bauchfett und Leberverfettung, Frauen, die in den Wechseljahren deutlich an Gewicht zugenommen haben, sowie Personen mit Diabetes Typ 2 im engen Verwandtenkreis. Jährlich entwickeln 5-10 % der Menschen mit Prädiabetes einen Typ-2-Diabetes.
(Quelle: ddg.info)
Wie wird Prädiabetes diagnostiziert? Welche Parameter sind wichtig?
- HbA1c: Der Langzeit-Blutzuckerwert zeigt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8 bis 12 Wochen an. Bei einem HbA1c-Wert von 5,7 bis 6,4 % liegt ein Prädiabetes vor.
- Nüchternblutzucker: Ein Nüchternblutzuckerwert von 100 bis 125 mg/dl (5,6 bis 6,9 mmol/l) deutet auf einen Prädiabetes hin.
- Außerdem: BMI und Bauchumfang (viszerales Bauchfett) im Auge behalten
Tipp: Während der Hba1c nur in der Praxis gemessen werden kann, können Sie Ihren BMI und Bauchumfang leicht von zu Hause messen und den Verlauf protokollieren.